Die Bezeichnung Visitenkarte rührt von der ursprünglichen Funktion her: Sie wurde früher beim Besuch in hohem Hause dem Diener oder der Empfangsdame übergeben, die sie dann an den Hausherrn oder die Dame des Hauses weiterreichte. Bei höfischen Festveranstaltungen dienten sie dem Zeremonienmeister zur öffentlichen Ankündigung des Gastes.

Eine auf einem Kartenteller abgelegte Karte wird oft durch Abknicken einer Ecke nach oben gekennzeichnet, was auch das Aufnehmen der Karte vom Teller erleichtert. Dazu kann die Bedeutung als Abkürzung auf der Rückseite der Karte vermerkt werden.

  • obere linke Ecke geknickt: p. v. = „pour visiter“, zum Besuch, besonders, wenn der zu besuchende nicht angetroffen wurde
  • untere linke Ecke geknickt: p. f. = „pour féliciter“ = zur Gratulation/zum Glückwunsch
  • rechte obere Ecke geknickt: p. p. c. = „pour prendre congé“, zum Abschied
  • rechte untere Ecke geknickt: p. c.= „pour condoler“, Kondolenz

Neben dem Knicken haben sich auch andere Markierungen der Ecken etabliert.

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